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Südburgenland, am 15.09.2022

Fotos belegen: Mensdorff-Pouilly hat Fasan- und Entenaussetzen in Österreich aufgegeben

Nach dem vom VGT erreichten Verbot des Aussetzens von Zuchtvögeln für die Jagd im Burgenland, verwaisen Ententeiche und Fasanvolieren

Es war ein langer und sehr mühseliger Prozess. Erstmals hat der VGT schon Anfang der 2000er Jahre die Jagdpraktiken von Alfons Mensdorff-Pouilly in Luising im Südburgenland kritisiert. Mensdorff-Pouilly war damals der Sprecher der Gatterjägerschaft und betrieb das Aussetzen von Fasanen und Enten zum Abschuss im großen Stil. Dafür hatte er sogar einen künstlichen Ententeich angelegt, den er jedes Jahr mit Wasser aus dem Strembach füllen musste, damit er nicht verlandet. Der Kunstteich war von einem Elektrozaun umgeben. Dort wurden die Enten aus ungarischer Massentierhaltung hinein gesetzt. Anschließend hat der Jagdhelfer die Enten auf Pfeifsignale dressiert. Pfiff er mit seiner Trillerpfeife, kamen die Enten brav aus dem Wasser und watschelten hinter dem Rattenfänger her, der sie in eine Voliere brachte. Von dort wurden sie in Kleingruppen wieder zum Teich zurück fliegen gelassen, wenn dort die zahlenden Jagdgäste positioniert waren.(Video von einer Jagd auf gezüchtete und dressierte Enten bei Mensdorff-Pouilly)

Ähnlich verlief die Jagd auf Zuchtfasane aus Ungarn. Zuerst wurden sie mit einem Tiertransport LKW heran gebracht und dann in eine Voliere gesperrt. Von dort holte man sie am Jagdtag und steckte sie in kleine, im Gebüsch versteckte Käfige. Hatten die Jäger:innen auf der Wiese vor dem Gebüsch Aufstellung genommen, wurden die Fasane aus den Käfigen gelassen, zum Auffliegen gebracht und abgeknallt.

Diese völlig unverständliche und für vernünftige Menschen nicht nachvollziehbare Jagdpraxis hat nun ein Ende gefunden. Aktuelles Bildmaterial zeigt, dass die Fasanerie leersteht und offen ist, und dass sie völlig zuwächst. Einer der beiden künstlichen Ententeiche ist verlandet und existiert nicht mehr (vgl. Fotos rechts). Bei dem anderen wurden die Elektrozäune abgebaut. Das bedeutet natürlich nicht, dass Mensdorff-Pouilly seiner infantilen Jagdleidenschaft nicht noch immer frönt, nur halt auf der ungarischen Seite seines Jagdreviers. Dort befinden sich Fasane in der Voliere und dort wurden auch ausgesetzte Enten nahe des Zusammenflusses von Strem und Pinka gesichtet. Diesen Missstand abzustellen, muss aber den Tierschutzorganisationen in Ungarn überlassen bleiben.

Am 1. Februar 2023 tritt im Burgenland das Gatterjagdverbot in Kraft. Spätestens an diesem Tag muss Mensdorff-Pouilly seinen Jagdgatterzaun entfernt haben. Sein neues Jagdgatter in Ungarn soll schon fertig sein.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch ist erfreut: Dass Mensdorff-Pouilly seine Jagd auf ausgesetzte Zuchtvögel zumindest in Österreich einstellen musste, ist ein weiteres, deutliches Zeichen, wie erfolgreich die Tierschutzarbeit des VGT ist. Erfreulich zu sehen, dass der Tatort zahlreicher Massaker an hilflosen Tieren jetzt von der Natur zurückgeholt wird. Bei diesen Jagdspektakeln soll Mensdorff-Pouilly seine Geschäfte abgeschlossen haben. Dazu gehörte vermutlich auch seine Tätigkeit als Waffenlobbyist, die ihm kürzlich eine weitere strafrechtliche Verurteilung eingebracht hat. Saß Mensdorff-Pouilly vor 20 Jahren noch so fest im Sattel, dass es unmöglich schien, ihn von seiner Ballerei auf Zuchtvögel und gezüchtete Tiere im Jagdgatter abzuhalten, so hat der VGT spätestens mit dem 1. Februar 2023 das Unmögliche möglich gemacht.


Erfolg: Die Gatterjagd-Kampagne des VGT

Video: Erfolg! Verbot des Aussetzens gezüchteter Tiere für den Abschuss im Burgenland

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