Teilen:

Aktuelles Eurobarometer: 92 % der Menschen in Österreich gegen Rinder-Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.10.2023)

Wien/EU, 25.10.2023

Diese repräsentative Erhebung unterstreicht die Erfahrung des VGT bei seinen zahlreichen Aktionen, dass die große Mehrheit im Land für Tierschutz für Mastrinder ist.

Die Europäische Kommission gibt zweimal jährlich Befragungen der Bevölkerung der EU in Auftrag, um Meinungen zu verschiedenen politischen und sozialen Themen einzuholen.1 Dabei wird pro Land mit über 1 Million Einwohner:innen ein Sample von mindestens 1000 Personen befragt, das repräsentativ für die Bevölkerung ist. So auch in Österreich. Bei der aktuellen Umfrage wurden auch viele Fragen zum Tierschutz gestellt. Besonders interessant dabei die Erhebung, wie die Menschen zur Haltung von sogenannten Nutztieren, wie Mastrindern, auf Vollspaltenboden steht. Das Ergebnis ist sehr deutlich ausgefallen: exakt 92 % wollen, dass Mastrinder Stroh und mehr Platz bekommen. 92 % der Menschen in Österreich wollen also ein Ende der Haltung von Mastrindern auf Vollspaltenboden (vgl. Datenblatt Österreich)!

Auszug aus Eurobarometer-Umfrage 2023

Für wie wichtig halten Sie jeden der folgenden Aspekte, um sicherzustellen, dass Haltungs- und Zuchtpraktiken (sowohl für Nutztiere als auch das Züchten von Katzen und Hunden zu kommerziellen Zwecken) unserer ethischen Verantwortung gegenüber Tieren gerecht werden? (%)

1) Sicherstellen, dass Nutztiere ausreichend Futter und eine Umgebung haben, die an die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse angepasst ist (z. B. Matsch, Stroh usw., je nach Tierart):

Umfrage zu Bedüfnissen von Nutztieren

2) Zurverfügungstellen von ausreichend Platz für Nutztiere, damit sich diese bewegen, hinlegen und aufstehen können:

Umfrage zum Platzangebot von Nutztieren

Legende:
  Sehr wichtig*
  Ziemlich wichtig*
  Nicht sehr wichtig
  Überhaupt nicht wichtig
  Weiß nicht/Keine Angabe
*) Sehr wichtig und Ziemlich wichtig
gemeinsam werten wir als Zustimmung.
Quelle: Tierschutz Eurobarometer 2023

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Bei unseren zahlreichen, bundesweiten Aktionen und Informationskundgebungen zur Mastrinderhaltung auf Vollspaltenboden ist auffällig, wie die Bevölkerung unisono diese Tierquälerei ablehnt. Jetzt ist dieser Eindruck durch das neue Eurobarometer bestätigt. Eine Mehrheit von 92 % gegen den Mastrinder Vollspaltenboden ist ein klarer Auftrag an die Politik, die Branche und die Supermärkte, endlich auch bei Mastrindern eine Änderung der Haltungsbedingungen anzugehen. Der Vollspaltenboden muss ein Ablaufdatum bekommen!

19.02.2026, Wien

42* Klimaaktivist:innen angeklagt: VGT solidarisch, Klimawandel größte Bedrohung

Bei einer derart drastischen Bedrohung für uns alle sind auch drastische Aktionen gerechtfertigt – es wäre ein Verbrechen, sehenden Auges die eigenen Kinder in den Untergang zu schicken!

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.