Teilen:

Schweine Vollspaltenboden wird abgeschafft – Rinder Vollspaltenboden bleibt?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.01.2024)

Wien, 17.01.2024

VGT-Aktion zeigt, dass es keine sachliche Begründung für diese Ungleichbehandlung gibt, beide Tierarten leiden gleich unter dieser gleichen Haltungsform

Zwar ist die Rede von einer Abschaffung des Schweine-Vollspaltenbodens erst 2040, aber klar ist damit, dass die Regierung der Meinung ist, dass diese Haltungsform nicht akzeptabel ist, weil die Tiere zu sehr leiden. Der Verfassungsgerichtshof hat sogar die Länge der Übergangsfrist als verfassungswidrig erkannt. Aber wie ist das dann bei den Rindern? 70 % der Mastrinder müssen auf demselben Vollspaltenboden leben, und Landwirtschaftsminister Totschnig hat bei der Veranstaltung Frag den Minister sogar gesagt, man wird auch das ändern müssen. Aber es gibt weder ein Verbot für Neubauten, noch ein Ablaufdatum für bestehende Betriebe. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, Dinge nur dann unterschiedlich zu behandeln, wenn es dafür eine sachliche Rechtfertigung gibt. Wie könnte die in diesem Fall aussehen? Wissenschaftlich zeigt sich, dass 92 % der Schweine und 100 % der Rinder auf Vollspaltenboden schmerzhafte Gelenksentzündungen entwickeln.

Um auf diese sachlich nicht begründbare Ungleichbehandlung von Schweinen und Rindern hinzuweisen, stellte der VGT heute eine lebensgroße Schweine- und eine lebensgroße Rinderfigur auf jeweils einen original Vollspaltenboden aus der Schweine- und Rindermast. Auch der Platz, der den beiden Tierarten geboten wird, ist relativ zur Körpergröße gleich, wie zu sehen war. Zwei Tiere – ein Leid stand auf einem Transparent und Vollspaltenboden abschaffen!.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Warum wird der Schweine-Vollspaltenboden verboten, jener der Mastrinder aber nicht? Warum dürfen Milchkühe, hochschwangere Kühe, Zuchtstiere und Kälber bis 150 kg nicht auf Vollspaltenboden gehalten werden, Mastrinder aber schon? Was rechtfertigt diese Ungleichbehandlung? In Wahrheit war der öffentliche Druck durch die Kampagne des VGT bei Schweinen so groß, den Vollspaltenboden zu verbieten, bei Rindern aber nicht. Und in Wahrheit sind die Milchproduktion und die Zucht wirtschaftlich mehr wert als die Rindfleischproduktion. Doch das sind keine sachlichen Gründe für diese Ungleichbehandlung, die Bestand hätten. Der Vollspaltenboden muss auch bei Mastrindern abgeschafft werden!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

15.01.2026, Österreich

Hintergrundwissen Jagd

14.01.2026, Steiermark

Ein Semester voller Fragen, Einsichten und Gespräche

Der Tierschutzunterricht in der Steiermark im Rück- und Ausblick

14.01.2026, Graz

VGT spricht im Petitionsausschuss des Steirischen Landtags über Schweine-Vollspaltenboden

Erfolgreich eingebrachte Petition appelliert an Landtag, Schweinebetrieben den Umstieg vom Vollspaltenboden auf Tierwohlställe mit tiefer Stroheinstreu zu erleichtern

08.01.2026, Wien/Dänemark

Dänemarks Schweinehaltung mit Mindeststandard Österreich 2038: Schwanzbeißen

Neues Video von einem Besuch in einer dänischen Schweinefabrik mit „Gruppenhaltung Neu“ zeigt, dass dort routinemäßig Schwänze kupiert werden und trotzdem Schwanzbeißen auftritt

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

24.12.2025, Wien

Fische sind Freunde, kein Essen

Stiller VGT-Protest für Fische, deren Stimmen nicht gehört werden

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig