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VGT-Mahnwache für Wassertiere

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (27.12.2024)

Wien, 27.12.2024

Am Dienstag, 24. Dezember von 10 bis 12 Uhr hielten VGT-Aktivist:innen am Naschmarkt in Wien eine Mahnwache für Wassertiere ab.

Nachdem der VGT vor einigen Tagen Quälerei an Karpfen bei mehreren Fischverkaufsständen auf Wiener Märkten aufgedeckt hat – Schwere Misshandlung von Fischen auf Märkten, trafen sich am Vormittag des 24. Dezember 15 VGT-Aktivist:innen, um am Wiener Naschmarkt in unmittelbarer Nähe einiger Fischverkaufsstände bzw. Fischrestaurants, eine Mahnwache für Wassertiere abzuhalten. Weil in der Weihnachtszeit auch in Österreich besonders gerne Fisch gegessen wird. Eine ähnliche Tierschutzaktion fand am 24. Dezember 2020 statt: Tierschutz-Protest vor Fischlokal

Mit der diesjährigen Aktion wollen die Tierschützer:innen auf das enorme Leiden von Fischen und anderen Wassertieren hinweisen, die für die menschliche Nahrungsmittelindustrie getötet werden. Denn jede Form der Fischerei bedeutet für die betroffenen Wassertiere Qualen und Leiden. Mag. Erich Schacherl: Egal ob es sich um Angelfischerei im Süßwasser oder Netzfischerei in den Meeren handelt, dabei werden Fische immer gequält. Zu welchen tierquälerischen und extrem brutalen Aktivitäten es beispielsweise bei der Meeresfischerei kommt, zeigt eine Aufdeckung vom Dezember 2021: Fischmassaker auf schwimmenden Schlachtfabriken.

Die Tierschutzprobleme bei der Angelfischerei thematisiert der VGT schon seit einigen Jahren: Angelfischerei ist Tierquälerei.

Auch die Fischzucht ist aus Sicht des VGT problematisch. Die Tierschutzprobleme sind zwar andere als bei der Fischerei, aber nicht weniger schwerwiegend. Eine Aufdeckung vom März 2021 aus schottischen Lachszuchtbetrieben machte das deutlich: Undercover-Aufnahmen enthüllen Tierleid in schottischen Lachszuchten.

Der Konsum von Fisch und anderen Wassertieren ist also die Hauptursache für die massiven Tierschutzprobleme im Zusammenhang mit Fisch. Diesen Zusammenhang der Öffentlichkeit bewusst zu machen, war das erklärte Ziel der heutigen Mahnwache. Deshalb trugen die VGT-Aktivist:innen ein Transparent und mehrere Infoschilder bei sich, auf denen Slogans wie Kein Fisch am Esstisch, Schenke Leben, iss keinen Fisch, Fische sind Freunde, kein Essen oder Vegan isst frei von Tierleid zu lesen waren. Mag. Erich Schacherl: Wer Fisch oder andere Wassertiere isst, soll sich seiner Mitverantwortung an der Quälerei dieser Tiere bewusst sein. Wegschauen gilt nicht. Wir vom VGT repräsentieren die ungehörten Stimmen der vielen Millionen Fische, die für den menschlichen Konsum leiden und sterben müssen. Und wir tragen diese Stimmen in die Gesellschaft, damit sie gehört werden.

Die von der Statistik Austria erhobene Versorgungsbilanz für Fische für das Jahr 2023 liefert die Zahlen für Österreich.1 Insgesamt wurden 77.515 Tonnen Fisch im Jahr 2023 nach Österreich importiert. 11.490 Tonnen Fisch wurden aus Österreich exportiert. 71.225 Tonnen Fisch wurden in Österreich als Nahrung verbraucht. Mag. Erich Schacherl, Campaigner für Fische und andere Wassertiere: Mehr als 71.000 Tonnen Fisch wurden in Österreich im Jahr 2023 gegessen. Das ist eine erschreckend hohe Menge. 71.000 Tonnen Fische sind anders ausgedrückt vermutlich einige Millionen Fische. Jeder einzelne von wurde gequält und hat extrem gelitten.

Der VGT appelliert auch heuer an die Menschen, in der Weihnachtszeit auf das Essen von Fisch und Wassertieren zu verzichten. Mag. Erich Schacherl: Schenke Leben, iss keinen Fisch ist unser Wunsch, ist unsere Botschaft an die Menschen in Österreich. Für eine tierleidfreie Weihnachtszeit 2024.

Quelle

  1. Statistik Austria: Versorgungsbilanzen für tierische Produkte 2023

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