Teilen:

25 Jahre Pelzfarmverbot in Österreich: Aktivist:innen beerdigen Tierpelz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.11.2023)

Wien, 30.11.2023

Um ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der letzten österreichischen Pelzfarm für ein europaweites Ende von Pelzfarmen zu demonstrieren, trauern Aktivist:innen des VGT heute um die Opfer der Pelzindustrie.

Schwarz angezogene Aktivist:innen versammeln sich trauernd um einen schwarzen Sarg, knien auf dem Boden, weinen um die Opfer der Pelzindustrie – Wer heute auf der Mariahilfer Straße unterwegs ist, kann es kaum übersehen. Symbolisch beerdigen die Tierschützer:innen alte Pelzmäntel und Accessoires aus Tierpelz und stellen ihnen einen Grabstein auf. Sie stehen dabei vor einer Filiale von Bortolotti, wo im Winter statt Eis unter anderem Jacken und Hauben mit Pelzbesatz verkauft werden. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN will damit darauf hinweisen, dass auch 25 Jahre nach dem Ende der letzten österreichischen Pelzfarm im Namen der Mode immer noch 40 Millionen Tiere jährlich ihr Leben für die Pelzindustrie lassen müssen. All das, obwohl laut einer aktuellen Umfrage der VIER PFOTEN 70 Prozent der Österreicher:innen für ein Verbot des Verkaufs von Pelz in Österreich sind. Der Pelz wird aus Ländern wie Finnland, Polen, aber auch China importiert.

Doch mehr und mehr europäische Länder trennen sich von ihren Pelzfarmen. Alleine im Jahr 2023 verkündeten Schweden und Litauen den Ausstieg aus der Pelzproduktion. In Polen, wo noch über 300 Pelzfarmen aktiv sind, gab es letzte Woche eine große Demonstration mit dem Appell an die neue Regierung, die Pelzfarmen im Land zu verbieten. In den nächsten Wochen entscheidet die EU-Kommission nach 1,5 Millionen Unterschriften für die europäische Bürger:inneninitiative „Fur Free Europe“ über das zukünftige Schicksal von Millionen von Nerzen, Füchsen und Marderhunden, die heute noch in Pelzfarmen ihr Dasein fristen.

VGT-Pelz-Campaigner Georg Prinz ist vor Ort: „Auch für die Passant:innen auf der Wiener Mariahilfer Straße ist es völlig unverständlich, wieso in Geschäften wie Bortolotti immer noch Tierpelz verkauft wird und sogar neue Pelz-Pop-Ups auftauchen, obwohl es in Österreich illegal ist, Tiere für ihren Pelz einzusperren und zu töten. Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, zu prüfen, ob es nicht doch möglich ist, auf nationaler Ebene den Import von Tierpelz zu stoppen und damit dem Mehrheitswillen der österreichischen Bevölkerung zu entsprechen. Außerdem muss Österreich sich mit aller Kraft in Brüssel und Straßburg für ein EU-weites Ende der Pelzfarmen und des Pelzverkaufs einsetzen, ganz im Sinne der erfolgreichen Europäischen Bürger:inneninitiative „Fur Free Europe“.

Pressefotos (Copyright: Leon Colerus)

26.05.2026, Wien

Kein Tierschutz für den Afrikanischen Wels?

Immer mehr Aquakulturbetriebe in Österreich züchten Afrikanische Welse. Unzureichende Gesetze machen Tierschutzprobleme wahrscheinlich.

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern

19.05.2026, Steiermark

VGT erstattet 1025 Anzeigen gegen Vollspalten-Schweinefabriken in der Steiermark

Es besteht der Verdacht, dass keiner dieser Betriebe allen Schweinen einen physisch angenehmen Liegebereich bietet, wie gesetzlich seit Juli 2022 vorgeschrieben

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen