Teilen:

Fiaker: Katastrophale Haltungsbedingungen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.05.2006)

Wien, 16.05.2006

VGT-Untersuchung ergibt: die meisten Fiakerpferde leben in Anbindehaltung und ohne Auslaufmöglichkeit, teilweise sogar in Kellern von Wohnhäusern und vielfach ohne ausreichendes Tageslicht

VGT-Untersuchung ergibt: die meisten Fiakerpferde leben in Anbindehaltung und ohne Auslaufmöglichkeit, teilweise sogar in Kellern von Wohnhäusern und vielfach ohne ausreichendes Tageslicht. Der VGT hat 10 von 14 Fiakerunternehmen nach dem Tierschutzgesetz angezeigt.

So schön die prunkvollen Kutschen bei der Fahrt durch Wien auch anzusehen sind: für die meisten Pferde sieht es hinter den Kulissen leider traurig aus. Die Pferde müssen vielfach in dunklen, muffigen Stallungen mitten im Wohngebiet leben, teilweise sogar im Keller. Zuerst eingespannt in der Kutsche werden die meisten gleich im Stall wieder angebunden: in ihrem tristen Leben haben sie keine Gelegenheit sich frei zu bewegen und Sozialkontakte zu pflegen.

Von den 34 in Wien ansässigen Fiakerunternehmen wurden 14, also fast die Hälfte der Betriebe, vom VGT untersucht. Dabei kamen schwere Mängel ans Tageslicht: So bieten 79% der untersuchten Fiakerunternehmen den Pferden keinen freien Auslauf, da sie über keine Koppeln verfügen. Umgekehrt halten aber 71% der untersuchten Fiakerunternehmen Pferde in Anbindehaltung, was sie nach dem Bundestierschutzgesetz verpflichten würde, den Pferden täglich freien Auslauf zu gewähren. Der VGT hat 10 der 14 besuchten Betriebe nach dem Tierschutzgesetz angezeigt. Die meisten Übertretungen bezogen sich auf Anbindehaltung in Kombination mit fehlender Auslaufmöglichkeit (8 Betriebe bzw. 57% der untersuchten Fiakerunternehmen), zuwenig Licht im Stall (6 Betriebe bzw. 43% der untersuchten Fiakerunternehmen), fehlende Tränkevorrichtungen (4 Betriebe bzw. 29% der untersuchten Fiakerunternehmen) und mangelhafte Betreuung, wie fehlende Einstreu oder Fellabschürfungen von schlecht angepasstem Kutschengeschirr (6 Betriebe bzw. 43% der untersuchten Fiakerunternehmen).

Mag. Elisabeth Sablik, Diplombiologin und VGT-Kampagnerin: "Die Zustände in den meisten Fiakerstallungen in Wien sind katastrophal. Die Pferde leben oft in Dunkelheit und in Anbindehaltung. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit Pferden weiß ich, wie wichtig ein freier Auslauf, also ein Koppelgang, für Pferde ist. Doch dieser bleibt fast allen Fiakerpferden verwährt."

Und weiter: "Wir haben 10 von 14 Fiakerbetrieben nach dem Bundestierschutzgesetz angezeigt. Es ist jetzt Aufgabe der Behörde die gesetzlichen Bestimmungen schnellstmöglich durchzusetzen."

Eine ausführliche Dokumentation der Untersuchungsergebnisse mit vielen Fotos finden Sie auf der Website des VGT.

28.10.2026, Heidenreichstein

VGT dokumentiert Tierqual von Fischen

Stress und Leid für Karpfen beim größten Waldviertler Abfischfest

27.10.2026, Bezirke Neusiedl/See und Bruck/Leitha

VGT erwischt Jagdleiter in NÖ mit 100 Fasanen in Kisten und ruft die Polizei

Trotz Verbots des Aussetzens von gezüchteten Fasanen im Burgenland seit 2022 wollte eine Jagdgesellschaft ungarische Fasane als Schießbudenfiguren im Burgenland aussetzen

22.10.2026, Wien

VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky

Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden

21.10.2026, Wien/OÖ

Aktuelle UNESCO-Stellungnahme: ob OÖ-Singvogelfang Kulturerbe bleibt, ist offen

Festgestellt wird, „dass es sich um eine gesellschaftlich umstrittene Praxis handelt – insbesondere hinsichtlich der Einschätzung von Ausmaß und Zumutbarkeit des den Vögeln zugefügten Leids“

16.10.2026, Wien

Einladung: VGT-Anti-Pelz-Demomarsch in Wien

Samstag, 17. Oktober, 13 Uhr, Christian-Broda Platz

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt