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Kleider Bauer Dauerdemos auch wieder in Graz!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.03.2007)

Wien, 05.03.2007

Letztes Wochenende fanden wieder Kundgebungen in Innsbruck, Wien und erstmals seit dem "Demoverbot" auch wieder in Graz statt

Letztes Wochenende fanden wieder Kundgebungen in Innsbruck, Wien und erstmals seit dem "Demoverbot" auch wieder in Graz statt

Innsbruck
Letzten Freitag und Samstag gab es wieder Demos vor der Kleider Bauer-Filiale in der Innsbrucker Museumstrasse. Am Freitag waren den ganzen Nachmittag über immer mindestens drei AktivistInnen vor Ort, um mit Flugblättern, Transparenten und Schildern auf die Tatsache hinzuweisen, dass die Firma Kleider Bauer nach wie vor echtpelzbesetzte Kleidungsstücke im Sortiment hat – und das obwohl die "Herstellung" von Pelz in Österreich seit 1998 verboten ist, und von einem Großteil der Bevölkerung aufgund der unvermeidbaren Qualen für die betroffenen Tiere abgelehnt wird.
Das zeigten auch erneut unzählige gesammelte Unterschriften. Bei KundInnen und PassantInnen stoßen die Proteste nach wie vor auf viel Verständnis und Unterstützung, was ein weiteres Mal durch viele nette und informative Gespräche deutlich wurde.
Am Samstag beteiligten sich über den Nachmittag verteilt zu Höchstzeiten sieben AktivistInnen an den Protesten. Wie so oft wurden unter Trommelbegleitung Sprechchöre gesungen. Zeitweise hatten bis zu fünf Personen Gasmasken auf, um ein weiteres Mal (auch mit Schildern) zu verdeutlichen: "Pelz stinkt, auch bei Kleider Bauer", "Pelz ist Mord, Pelz stinkt!" was wohl trotz der verhältnismäßig wenigen AktivistInnen an diesem Tag ein recht eindrückliches Bild ergab. Dies bestätigte auch die Menge an PassantInnen und KundInnen, die durch die aufsehenerregende Szenerie. angelockt wurden. Im Zuge einiger sehr positiver Gespräche wurde den AkivistInnen ein Mal mehr Lob für Durchhaltevermögen – "speziell bei einem solchen Regenwetter", wie eine ältere Dame meinte – und Engagement im Allgemeinen ausgesprochen. Wieder wurden viele Flugblätter verteilt und auch Unterschriften gesammelt.

Wien
Auch die Mariahilferstraße in Wien wurde wieder Schauplatz der Demonstrationen gegen Pelz bei Kleider Bauer. Der "Tod" – ein wichtiger "Partner" von Kleider Bauer, wenn es um Pelzjacken geht – als übermenschengroße pelztragende Figur wurde freitags mit der für diesen Wochentag ungewöhnlich hohen Teilnahme an AktivistInnen beehrt! Die zehn hoch motivierten Menschen flyerten, wiesen auf den Grund der Demonstration hin und führten zumeist interessante Gespräche. Nur ein Passant fühlte sich bemüßigt über "die Tierschützer, die nix bessas zu tuan hoabn" zu schimpfen, um wenige Sekunden später wieder seine Einkaufstour – sicherlich die beste Freizeitbeschäftigung und sinnvollste Geld"spende" – fortzusetzen.
Der Samstag war für die wenigen AktivistInnen vorort eher ernüchternd, da sie zumeist nur zu dritt oder viert die Stellung hielten. Nichtsdestotrotz waren PassantInnen sehr an Gesprächen über Kleider Bauer interessiert und immer verwundert, warum dieser Pelz noch nötig hätte, wo die anderen großen Modehäuser Bekleidung mit Tierhaar bereits ausgelistetet haben. Die meisten wussten bereits, dass Peek & Cloppenburg auch zu diesen Modehäusern gehört und freuten sich "dass man da wieder hingehen kann". So oder so ähnlich wurden an diesem Tag viele Gespräche geführt und die DemoteilnehmerInnen vor dem Kleider Bauer hatten alle Hände voll zu tun und wünschten sich zeitweise mehr Unterstützung durch andere oder auch neue AktivistInnen!

Graz
Nachdem in dieser Stadt jeder einzelne Tierschutz-Kundgebung vom Grazer Straßenamt die Genehmigung verweigert wurde, setzten hier auch die Demonstrationen vor Kleider Bauer aus. Ein Verfassungsgerichtshofurteil hatte bereits im Jahr 2005 die Situation geklärt. Demonstrationen dürfen nicht einer behördlichen Bewilligung unterliegen, aber Veranstalter von Demonstrationen müssen dem Magistrat Graz von ihrem Vorhaben vorher mitteilen, und das Magistrat wäre dann verpflichtet eine Genehmigung zu erteilen. Demonstrationen untersagen kann nur die Polizei, gegen diese Untersagungen gibt es aber Rechtsmittel für die Veranstalter. Gegen nicht erteilte Genehmigungen durch das Magistrat sind im Gegensatz dazu keine Rechtsmittel möglich. Deshalb wurde am 15. Februar das Büro des Mitverantwortlichen, Ing. Andreas Köhler, im Straßenamt in Graz besetzt.
Nach langem Konflikt wurde für letztes Wochenende Demonstrationen wieder genehmigt und so konnten die Grazer TierrechtsaktivistInnen wieder mit ihren friedlichen Kundgebungen beginnen.

Wer selber bei den wöchentlich stattfindenden Pelz-Kundgebungen in Wien, Innsbruck, Linz, Salzburg oder Graz mitmachen möchte ist herzlich eingeladen! Unterstützung ist immer gefragt und man kann sich vorstellen, wie viel mehr Energie und Kreativität entsteht, wenn sich mehr Menschen der Kampagne gegen Pelz bei Kleider Bauer anschließen! Melde dich, wenn du motiviert bist, musikalisch bist oder neue Ideen hast!

 

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