27.09.2023
Offener Brief wegen Zirkus Safari
An die Bezirksvorstehung von Wien Floridsdorf
Verein gegen Tierfabriken
Wien, 22.6.2023
Seit langem kritisiert der VGT den Circus Safari wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz in der Haltung und während der Shows. Auch der Zirkusdirektor selbst wurde schon einmal bei seinem brutalen Umgang mit einem Pony entlarvt. Das Video, das dem VGT nun zugespielt wurde, übertrifft alles bisher Gewesene auf erschreckende Art und Weise. Völlig skrupellos und ohne jegliche Achtung vor dem Tier hilft Spindler einer Frau dabei, Alpakas in einen PKW zu stopfen – und findet das dann auch noch komisch. Die Tiere sind panisch und wehren sich massiv, werden aber brutal am Hals gepackt und in den Würgegriff genommen.
Aus welchem Zeitraum das Video stammt, ist unbekannt. Der VGT hat Benjamin Spindler und die anderen, bis dato unbekannten Täter:innen, nun wegen Tierquälerei und wegen erneuten Verstoßes gegen die tiertransportrechtlichen Bestimmungen angezeigt.
Zu viert stopfen mutmaßliche Mitarbeiter des Circus Safari und eine Frau (die Käuferin?) unter Mithilfe des Zirkusdirektors ein Alpaka einfach in den Kofferraum eines PKW und haben dabei das Tier immer wieder im Würgegriff. Das völlig gestresste Alpaka wehrt sich heftig!
Aus welchem Zeitraum das Video stammt, ist unbekannt. Der VGT hat Benjamin Spindler und die anderen, bis dato unbekannten Täter:innen, nun wegen Tierquälerei und wegen erneuten Verstoßes gegen die tiertransportrechtlichen Bestimmungen angezeigt.
VGT-Campaignerin Mag.a Heidi Lacroix wütend: Gegenüber den Medien stellt sich Spindler immer als der Tierfreund dar, der nur das Beste für die Zirkustiere möchte. Solche Videos zeigen dann sein wahres Naturell. Die Angst, die diesen Alpakas beim unsachgemäßen Transport in einem Kofferraum zugefügt wird, ist durch nichts zu rechtfertigen oder zu beschönigen. Von der Gefährdungslage für andere Verkehrsteilnehmer:innen ganz abgesehen! Benjamin Spindler muss sich nun nicht nur vor den Behörden verantworten, sondern auch vor denjenigen, die ihm bisher seine Märchengeschichten vom tierlieben Zirkusdirektor abgekauft haben. So jemand sollte mit Tieren nichts zu tun haben dürfen!
Das 2. Tier wird unter Anwendung von Gewalt auf die Rückbank gezwängt. Der Zirkusdirektor hilft erneut mit. Es ist nicht das erste Mal, dass er vom VGT wegen Tierquälerei angezeigt wird, vgl. Video
Der VGT hat das Video samt Anzeige an die Behörde übergeben und fordert ein Tierhaltungsverbot für Spindler.
Am Mittwoch, den 28. Juni wird der VGT vor der 17 Uhr Vorstellung des Zirkus protestieren. Der Zirkus gastiert noch immer am Margaretengürtel, wo die Tiere Verkehrslärm und Abgasen ausgesetzt sind.
17.11.2023
Zirkusmitarbeiter:innen haben traditionell mehrfach gewaltsam auf Tierschutzbemühungen und Aufdeckungen reagiert und mehere Aktivist:innen verletzt. Dabei haben sie lange an völlig unzeitgemäßen Methoden festgehalten, die auch von wissenschaftlichen Studien schon längst als unangemessen erkannt wurden. Tierschützer:innen kritisierten hauptsächlich die Dressur und Wissenschafter:innen kritisierten hauptsächlich die Haltungsbedingungen und den Transport.
Mit dem Bundestierschutzgesetz wurde 2005 die Mitfuhr von als Wildtieren klassifizierten Tieren verboten. Dromedare und Lamas werden in manchen Ländern beispielsweise benutzt und sind daher davon ausgenommen, auch wenn sie in Österreich exotisch erscheinen. Die Zirkusse haben sich lange nicht an die Gesetze gehalten und die Behörden vollzogen sie ursprünglich auch nicht. Aber durch anhaltende Bemühungen von Tierschützer:innen wurde diese Hürde schließlich doch überwunden und heute treten tatsächlich in Österreich keine Wildtiere mehr auf.