22.10.2026
VGT übergibt 90.000 Stimmen für Hitzefrei für Fiakerpferde an Stadtrat Czernohorszky
Internationale Entwicklungen zeigen : Wien darf nicht zum Schlusslicht im Pferdeschutz werden
VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
Petition
Wir haben unser Petitionsziel erreicht!
Wir haben am 22. Oktober 2026 über 90.000 Stimmen an den zuständigen Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) übergeben. Dieser will die Ergebnisse einer Hitze-Studie abwarten, die Ende 2026 veröffentlicht werden soll. Zu dieser Studie wird es Anfang 2027 einen runden Tisch mit allen Beteiligten geben, bei dem der VGT auch mit eingeladen ist.
Die Petition des VGT wird bis zur endgültigen Entscheidung und Umsetzung von Verbesserungen für die Pferde weiterlaufen. Ihr könnt die Petition weiterhin unterzeichnen. Jede Stimme zählt!
Diese Petition richtet sich an die Wiener Stadtregierung.
Formular
Die Situation der Pferde
Der Alltag der Fiakerpferde ist Tierquälerei. Pferde sind Fluchttiere und müssen dabei mitten in der Stadt unter Lärm und Abgasen auf hartem Asphalt ihre Runden fahren. Jedes einzelne Pferd ist bis zu 18 Tage im Monat im Einsatz.
Freier Auslauf auf einer Weide oder Koppel ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.
Pferde sind zwar Steppentiere, werden aber dennoch durch die Hitze sehr belastet. In der Stadt kann es sehr heiß werden, der Asphalt und die Gebäude strahlen zusätzliche Hitze ab. Seit 2016 bekommen die Tiere ab 35° C den Rest des Tages Hitzefrei, allerdings ist die Belastung bereits ab 30 Grad sehr hoch. An vielen Standplätzen gibt es keinen Schatten, in der freien Natur würden sich die Tiere aber bei großer Hitze sehr wohl in einen kühleren, schattigeren Bereich zurückziehen. Da Pferde Fluchttiere sind, kommen durch die unnatürliche Belastung bei manchen Tieren Verhaltensstörungen vor. Sie beißen PassantInnen oder ihre ArtgenossInnen, was oftmals mit einem Maulkorb zu unterbinden versucht wird. Dies bekämpft allerdings nur das Symptom und nicht die Ursache dieses Verhaltens. Den Tieren wird im Gegenteil sogar die Atmung erschwert und ihr Sozialverhalten noch stärker eingeschränkt. Das Schweif-Hochbinden, damit die Pferde sich beim Kot absetzen nicht beschmutzen, stellt eine enorme Bewegungseinschränkung für die Tiere dar und sollte verboten werden. Wenn die Tiere zu Hause in ihren Stallungen sind, sollte ihnen außerdem ein täglicher Auslauf gewährt werden, als Ausgleich zu der unnatürlichen Arbeit als Kutschentiere.