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Tierquälerei in Salzburg: Fiakerfahrer schlägt Pferd ins Gesicht

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.09.2022)

Salzburg, 06.09.2022

VGT veröffentlicht erschütternde Aufnahmen von Tierleid und Brutalität – Stadt Salzburg muss endlich handeln!

Unlängst hat der VGT die zeitweilige Nichteinhaltung von Ruhetagen für Fiakerpferde und erneut das Befahren unerlaubter Fahrtrouten dokumentiert und erst gestern hat der VGT veröffentlicht, dass die Wiener Fiaker sich durch die Bank nicht an die Gesetze halten (315 Rechtsverstöße allein im August).  Das nun veröffentlichte umfangreiche Videomaterial aus Salzburg unterstreicht eindringlich, dass die Pferde in der Stadt nicht annähernd ausreichend geschützt sind und der Vertrag zwischen den Fiakerunternehmen und der Stadt Salzburg im März 2023 nicht verlängert werden darf.

Die schockierenden Videoaufnahmen zeigen Pferde mit Stresssymptomen wie Schaum vor dem Mund, nervösem Kauen, zurückgelegten Ohren und herausgedrückten Zungen. Einige Pferde weisen Abreibungen von nicht passendem Geschirr auf und auch lahmende Pferde wurden dokumentiert. Bei anderen Pferden ist der Halsriemen so eng geschnallt, dass er sie unangenehm eindrückt. Weiters wurden Pferde mit zusammengebundenen Schweifen gesichtet (verboten) und es konnte beobachtet werden, dass es zu gefährlichen Ausrutschern auf glatten Pflastersteinen und Kanaldeckeln kommt. Weitere skandalöse Aufnahmen des VGT zeigen Tiermisshandlungen wie grobes Reißen an Zügeln und das Schlagen von einem Pferd durch den Fiaker in aller Öffentlichkeit. Der VGT wird Anzeige erstatten.


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer, Tierarzt und ehem. Amtstierarzt, bestätigt: Fiaker im Zentrum einer Stadt sind im 21. Jahrhundert ein grotesker Anachronismus, der insbesondere in Salzburg auch im Widerspruch zu einem umfassenden Kulturanspruch steht. Auf Videoaufnahmen zeigen die Pferde unter anderem Schaum vor dem Mund, nervöses Kauen, zurückgelegte Ohren und herausgedrückten Zungen. Das lässt auf erheblichen Stress und Überforderung schließen, was höchst tierschutzrelevant ist.

Zur Petition

Körperliche und psychische Belastungen von Fiakerpferden lassen sich auf zahlreiche Ursachen zurückführen. Neben der Bewegungseinschränkung, dem langen Stehen am Standplatz und dem abwechslungslosen Fahren immer derselben Routen machen den Pferden der Stadtlärm, die heißen Temperaturen, der harte Asphalt und der Straßenverkehr zu schaffen. Ebenso verschlimmert sich die gesundheitliche Problematik durch zu häufige Arbeitseinsätze und fehlende Ruhetage, was der VGT unlängst ebenfalls schockierenderweise dokumentierte.

Georg Prinz vom VGT ist erschüttert: Es ist unerträglich, noch immer mitansehen zu müssen, wie die Pferde täglich in der Stadt leiden und die Stadt nicht interveniert. Dieser tierquälerischen „Tradition“ muss dringend Einhalt geboten werden. Es ist untragbar, dass der Magistrat nicht handelt. Wir fordern dringend, dass die Verträge zwischen der Stadt und den Fiakerunternehmen im März 2023 nicht verlängert werden! Die Pferde haben genug gelitten.

Der VGT fordert:

  • Unverzügliche Stellungnahme seitens des Magistrats und Anordnung aller Konsequenzen gegenüber den Fiakerunternehmen
  • Sofortige veterinärmedizische Maßnahmen bei Pferden mit gesundheitlichen Problemen
  • Einhaltung der verpflichtenden Ruhetage für Fiakerpferde
  • Keine Verlängerung des Vertrages zwischen der Stadt und den Fiakern im März 2023

Die Petition für ein Verbot der Fiaker in Salzburg haben bereits mehr als 20.000 Menschen unterschrieben.


Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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