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Österreich, am 23.04.2019

VGT startet bundesweite Kampagne gegen Vollspaltenböden in Schweinehaltung

60 % der Mastschweine liegen auf hartem Betonboden mit Spalten – Der VGT stellt bei den Auftaktaktionen in allen Landeshauptstädten eine Bucht mit Vollspalten und eine mit Stroh auf!

Tierschutz steht als Staatsziel in der Bundesverfassung. Die Menschen in Österreich erwarten sich daher einen guten Umgang mit Tieren hierzulande, oder zumindest einen besseren als das von der EU vorgeschriebene Minimum. Doch leider ist das insbesondere bei der Haltung von Mastschweinen nicht der Fall. Eine Studie zum Vergleich der Tierschutzstandards in der Schweinehaltung zwischen 16 Ländern Europas, die 2016 durchgeführt worden ist, zeigt Österreich bei Italien und Spanien als Schlusslicht. Schweden, die Schweiz und sogar der Schweine-Großproduzent Dänemark haben deutlich bessere Haltungen. So müssen 60 % der Mastschweine Österreichs auf harten Beton-Vollspaltenböden leben, während nur 11 % eine tiefe Stroheinstreu zur Verfügung haben. Solche Vollspaltenböden sind in Dänemark, aber auch in der Schweiz, in Schweden, in Norwegen und in den Niederlanden, verboten. Und das aus gutem Grund: eine wissenschaftliche Studie in Deutschland im Jahr 2015 ergab, dass 92 % der Schweine auf Vollspaltenböden Schleimbeutelentzündungen ihrer Gelenke aufweisen. Eine andere Studie wies 4 Mal so hohe Sterberaten als auf Stroh nach.

Der VGT möchte die Bevölkerung auf diesen Missstand aufmerksam machen und beginnt eine große bundesweite Kampagne mit der Forderung, dass Vollspaltenböden durch planbefestigte Böden mit Stroheinstreu ersetzt werden müssen. Als Auftaktaktion wird in den Landeshauptstädten eine Schweinebucht mit echtem Vollspaltenboden und eine andere mit Stroheinstreu aufgebaut, um den Unterschied zu demonstrieren. Die Aktionen finden an folgenden Tagen und Orten statt:

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Wenn selbst Länder wie Dänemark und die Niederlande, die EU Großproduzenten von Schweinefleisch sind, diese Vollspaltenböden bereits verboten haben, so wird das in Österreich doch wohl auch möglich sein. Den Menschen wird ständig erklärt, dass die Nutztierhaltung hierzulande kleinstrukturierter und besser wäre, als anderswo. Leider ist das insbesondere bei der Schweinehaltung nicht so, wo die Tiere intensiver und schlechter gehalten werden, als in den anderen Ländern Europas. Als Tierschützer_in muss man den Menschen empfehlen, lieber Schweinefleisch aus Dänemark als aus Österreich zu kaufen, weil es den Tieren dort besser geht. Es wird Zeit, die Täuschung der Konsument_innen zu beenden und die Haltung der Schweine den Erwartungen der Konsument_innen anzupassen!

Werde beim VGT aktiv und hilf uns, das Tierleid zu beenden!

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