Teilen:

Salzburg: FPÖ-Svazek will die Gatterjagd in der Antheringer Au persönlich weiterführen!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.09.2024)

Salzburg, 20.09.2024

Trotz klaren Verbots in § 68 (9) Jagdgesetz und trotz deutlicher Kritik im Managementplan für das Natura 2000-Gebiet: Svazek verkündet, der Zaun wird bleiben und sie die Jagd übernehmen

Es war ein langwieriger und mühsamer Prozess, bis endlich auch Salzburg ein Ende der Gatterjagd erließ. § 68 (9) des Salzburger Jagdgesetzes verpflichtet alle Jagdgatterbesitzer:innen, den Zaun um ihr Gatter bis 1. Jänner 2027 zu entfernen bzw. für alle ansässigen Wildtierarten durchlässig zu machen. Als die Antheringer Au schließlich vom Land Salzburg dem Gewalttäter und Gatterjägermeister Mayr-Melnhof abgekauft worden war, wurde dieser beauftragt, bis Ende 2024 die völlig überhöhten Wilddichten auf ein naturverträgliches Maß zu reduzieren, damit der Zaun entfernt werden kann. Auch der Managementplan der Landesregierung für die Antheringer Au legt klar fest, dass der Zaun entfernt werden muss, um die Wirkung des Natura 2000-Gebiets zu entfalten und dem Naturschutz Rechnung zu tragen. Doch FPÖ-Chefin Svazek verkündete gestern in der Landtagssitzung, dass sie darauf besteht, dass der Zaun bleiben muss und sie die Gatterjagd in der Au übernehmen will. Svazek und die FPÖ wollen also entgegen dem Gatterjagdverbot im landeseigenen Natura 2000-Schutzgebiet die Gatterjagd beibehalten! Ein Skandal sondergleichen, der sich aber nahtlos in die bisherige Tier- und Naturschutzpolitik von Svazek einfügt, hat sie doch sowohl den Wolf als auch tausende geschützte Vögel völlig rechtswidrig zum Abschuss freigegeben.

Das Volksbegehren für ein Bundes-Jagdgesetz, das derzeit Unterstützungserklärungen sammelt, um stattfinden zu können, möchte derartigen Machenschaften einen Riegel vorschieben. Anstatt dass sich Jagdfanatiker:innen in den Ländern zum Schaden von Natur und Tieren paradiesische Jagdfreuden sichern, braucht es ein strenges Bundesgesetz mit klaren Vorgaben. So fordert das Volksbegehren ein absolutes Gatterjagdverbot und strenge Sanktionen für Wildtierkriminalität, wie sie von Svazek legitimiert wird.

Zum Volksbegehren

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: Marlene Svazek hat sich zur Zeit unserer Kampagne gegen die Gatterjagd dadurch ausgezeichnet, dass sie mit erhobenem gestreckten rechten Arm bei unseren Kundgebungen erschienen ist und ‚Waidmann‘s Heil‘ gegrölt hat. Ihr Busenfreund Mayr-Melnhof wiederum hat, wie das Landesverwaltungsgericht Salzburg unzweideutig festgestellt hat, einen Tierschützer rechtswidrig verletzt, ihm mit Gewalt eine Kamera entwendet und sodann vor Gericht gelogen. Das ist das Gespann, das sich die perverse Gatterjagd in der Antheringer Au sichern will! Gegen das klare Verbot im Salzburger Jagdgesetz und im EU-Recht, und trotz eindeutiger Vorgaben im eigenen Managementplan. Aber Menschen wie Svazek und Mayr-Melnhof fühlen sich durch den Rechtsstaat nicht gebunden, wenn es darum geht, Tieren Leid zuzufügen!

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.

03.04.2026, Salzburg

VGT fordert Fütterungsplätze für Salzburgs Tauben

Während die Tauben in der Stadt Salzburg langsam und qualvoll verhungern, möchte der Magistrat den Strafrahmen des Taubenfütterns auf 1000 Euro anheben

03.04.2026, Wien/UK

Heute vor 33 Jahren VGT-Obperson Augenzeuge: Jäger in UK ermordet Tierschützer

Weil er sich wegen einer Tierschutzaktion gegen seine Jagdgesellschaft geärgert hat, fährt ein Jäger absichtlich einen Tierschützer mit dem LKW nieder und begeht Fahrerflucht

02.04.2026, Wien

VGT zeigt Kreuzweg des Schweins vor Landwirtschaftsministerium: Vollspaltenboden bleibt

Anlässlich des Osterfestes weist der VGT darauf hin, dass wir Schweinen weiterhin das gesamte Leben ohne Ablaufdatum unerträgliche Qualen zumuten

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an