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13.11.2015

Das Treiben

Die meisten Tiere, die im Schlachthof ankommen, lebten zuvor in Intensivtierhaltung. Sie waren über Monate zur Bewegungslosigkeit gezwungen. Bis der Tiertransporter kommt, und sie aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen und verladen werden. Das passiert noch dazu oft mitten in der Nacht. Dann der Transport, eine völlig neue Situation für die Tiere. Schließlich die Ankunft am Schlachthof. Die Schweine, Rinder oder Schafe haben Angst, was jetzt kommt. Die Tür des Transporters geht auf, die Tiere bräuchten ein wenig Zeit um sich auf die Vorgänge einzustellen. Der Tiertransportfahrer und die Arbeiter am Schlachthof haben aber das Ziel, die Tiere möglichst schnell vom Transporter zu bekommen. So wird nicht gewartet, bis die Tiere selber den Weg finden, sondern sie werden getrieben. Mittels Schreien und sogenannten Paddeln oder Stangen, mit denen auf die Körper der Tiere geklopft, bzw. sie geschlagen werden.

Im Wartestall werden sie gesammelt. Alle Wartebuchten werden gefüllt. Manche kommen hier aufgrund der Erschöpfung ein wenig zur Ruhe und legen sich hin.

Zeitig in der Früh beginnen die ersten Schlachtungen. Die Tiere werden aus den Buchten (heraus)getrieben. Die SchlachthausbetreiberInnen wollen, dass alles rasch geht. Denn Zeit ist Geld. So werden die Tiere ständig beklopft oder geschlagen und angeschrien. Abgesehen davon, dass die Tiere einen eigenen Willen haben und nicht das machen wollen, was von ihnen erwartet wird, wissen sie oft einfach nicht, was sie tun sollen. So erstarren sie vor Angst und Verzweiflung, selbst wenn auf sie eingeschlagen wird. Oder sie schreien panisch, und laufen umher, ohne den richtigen Weg zu finden. Reagiert wird seitens der SchlachthofarbeiterInnen dann mit noch mehr Klopfen und mit Schlägen. In manchen Betrieben werden massiv Elektroschockgeräte eingesetzt. Je näher zur Betäubungseinrichtung, desto intensiver. Die Gänge werden immer enger, damit die Tiere einzeln gehen müssen, dadurch wird der Stress für die Tiere größer, es entsteht oft panische Angst. Die Tiere stauen sich eng aneinander, manchmal verkeilen sie sich ineinander.

Schweine

Oft müssen sie die letzten Meter durch Gitterröhren oder enge Eingänge durchgehen. Freiwillig machen sie das kaum, so werden sie mit Elektroschockgeräten nach vorne gezwungen. Das Gesetz sagt, dass die Tiere die Stromschläge nur an der Gesäßmuskulatur spüren dürfen, in vielen Fällen werden aber andere Körperstellen elektrisiert, unter anderem der Kopf oder sogar der Genitalbereich und der After. Die Schweine schreien hier fürchterlich.

Rinder

Damit die verzweifelten und starken Rinder nicht auskommen können, sind sie von Gitterstangen umgeben. Durch diese hindurch werden sie mittels Stecken, aber meist mittels Elektroschockgeräten weiterbewegt. Zeit ist Geld. Zögert ein Tier, bekommt es Schmerz zu spüren. Man sieht die ständige Angst, die Versuche zurückzugehen, zu entkommen, das wird aber verunmöglicht, auch durch die anderen Tiere, die dahinter nachkommen.

Schafe

Sie haben ein dichtes Fell, was das Treiben mit Elektroschockgeräten und Schlägen erschwert. Aber es gibt einen Trick: zieht man ein Tier aus der Gruppe am Kopf oder an den Ohren nach vorne, folgen die anderen. Auch wenn sie panisch vor Angst sind, bleiben sie in einer Gruppe zusammen, so fühlen sie sich sicherer.

Puten

Geflügel wird im Stall in Kisten gestopft. So kommen sie direkt zu einem Förderband. Sie werden an den Beinen aus den Kisten herausgezogen und kopfüber aufgehängt. Zuerst wehren sie sich heftig, indem sie mit den Flügeln umherschlagen, diese unnatürliche Situation – kopfüber hängend – lässt sie aber bald erstarren. So hängen sie minutenlang, bis sie betäubt werden.

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