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Wien, am 21.05.2019

Verbote in anderen Ländern

Selbst verglichen mit den größten Exporteuren Europas hat Österreich besonders schlechte Haltungsbedingungen, was die Schweinehaltung angeht.

Die Schweineindustrie in Österreich will ein Ende des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung um jeden Preis vermeiden, weil sie mit Stroh nicht so billig produzieren kann. Aber rühmt sich Österreich nicht immer wieder, statt auf billigstes Tierfabriksfleisch zu setzen, der Feinkostladen Europas zu sein? Der Feinkostladen mit den schlechtesten Haltungsbedingungen Europas?

Vollspaltenboden sei notwendig, so die Schweineindustrie, sonst könnte das Schweinefleisch aus Österreich nicht mit dem billigen Preis anderer Länder konkurrieren. Das stimmt so nicht, aus mehreren Gründen.

Mit dem Ende der Legebatterien in Österreich wurde der Markt nicht von ausländischen Käfigeiern überschwemmt. Im Gegenteil, seither ist der Import von Käfigeiern stark zurück gegangen. Das deshalb, weil die Konsument_innen in Österreich auch gerne mehr bezahlen, wenn sie sich sicher sind, dass das Tierprodukt aus einer besseren Haltung und aus Österreich stammt. Das ginge auch bei Schweinefleisch aus besserer Haltung.

Es gibt in Europa bereits viele Länder, die explizit die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden verboten haben. Darunter sind Länder, die bekannt für ihre tendenziell bessere Nutztierhaltung sind, wie die Schweiz und Schweden, aber auch EU-Großproduzenten von Schweinefleisch, wie Dänemark und die Niederlande. In Dänemark gibt es 30 Millionen Schweine, also mehr als 10 Mal so viel wie in Österreich, und 90 % davon gehen in den Export. Und trotzdem gilt seit dem 1. Juli 2015 ein Vollspaltenbodenverbot.

Für den Feinkostladen Österreichs ist es mehr als peinlich, dass selbst derartige EU-Großproduzenten ihre Schweine deutlich besser halten!

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